44 zu ſeinen Truppen zurück, und mit ihm Sigmund, nach herzlichem Abſchiede von Arthur.
Der kleine Hof in Aix war nun der Trauer hinge⸗ geben. König René, für welchen feierliches Gepränge, bei freudigen oder traurigen Veranlaſſungen, immer eine Sache von hoher Wichtigkeit war, hätte gerne den Reſt ſeiner Einkünfte zum Leichenbegängniß ſeiner Tochter hingegeben, wenn ihn nicht ſeine Räthe, und die Vorſtellungen Arthurs davon abgehalten hätten, der, nach der Verordnung der Verſtorbenen darauf be⸗ ſtand, daß lächerlicher Prunk, den ſie bei ihren Leb⸗ zeiten gehaßt, auch jetzt vermieden würde. So wurde das Leichenbegängniß, nachdem man mehrere Tage mit öffentlichem Gebet zugebracht hatte, mit der dem Ran⸗ ge der Verſtorbenen angemeſſenen Pracht gefeiert.
Als der Trauerzug unter dem Geläute der Glocken in den Dom gelangte, ſchloß ſich dem Zuge ein Frem⸗ der, in Trauerkleidern nach engliſcher Tracht, aun. Es war der Graf von Oxford, der gekommen war, um die irdiſchen Ueberreſte der königlichen Frau, für die er ſo Vieles Ferhan und gelitten, zur Ruheſtätte zu geleiten.
Die letzten Töne des feierlichen Todtenamtes waren verhallt, und das Leichengefolge hatte ſich größtentheils entfernt, nur Oxford und ſein Sohn ſtanden noch in ſtummem Schmerz am Sarge ihrer Königin. Da nah⸗ ten die Prieſter, um die Hülle des kühnen, raſtloſen Geiſtes ins Grabgewölbe zu tragen, wo in langer Reihe ihre Ahnen ruhten. Als ihr Geſang verſtummt war


