2 XXXII.
Durch der Glocken ehr'nen Mund Thut den Sturz der Groͤße kund; Endlich brach das muͤde Herz, Und voruͤber iſt der Schmerz. Altes Lied. Der Schrecken und die Bewegung, welche das un⸗ vermuthete traurige Ereigniß unter den Hofdamen ver⸗ anlaßt hatte, war nun vorüber, und man hörte die leiſeren Klagelaute der wenigen Engländer, die im Dienſte der verſtorbenen Königin geweſen waren, und das laute Weinen des alten Rens, deſſen Schmerz ſich ebenſo heftig äußerte, als er von kurzer Dauer war. Nachdem die Aerzte eine lange aber fruchtloſe Bera⸗ thung gehalten hatten, wurde der königliche Leichnam dem Prieſter von St. Sauveur, der Hauptkirche in Aix, übergeben.. Bei Eröffnung der Papiere der Königin ergab ſich, daß ihr durch Veräußerung von Schmuckſachen und ſparſame Lebensart möglich geworden war, den Eng⸗ ländern in ihrem Dienſte ein anſtändiges Auskommen zu ſichern. Ihr Diamantenhalbsband ſollte ihrem letzten Willen zu Folge in den Händen Philipſons oder ſeines Sohnes bleiben, um damit die bewußten Abſichten durchzuſetzen, oder wenn dieß nicht möglich ſeyn ſollte, zu ihrem eigenen Gebrauch und Nutzen. Die Beſorgung


