Teil eines Werkes 
162. Bändchen = Neue Folge, 12. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 6. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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37 trag von mir, fuͤr ſich ſelbſt beſorgt zu ſeyn, und ſich nicht laͤnger mit meinen Angelegenheiten Muͤhe zu machen. Dieſer letzte Schlag hat mich niederge⸗ ſchmettert— ich bin ohne Verbuͤndete, ohne Freund, ohne Geld...“

„Nein, Madame,“ erwiederte Arthur, ein gluͤck⸗ licher Zufall hat dieſes unſchaͤtzbare Ueberbleibſel Eu⸗ res Reichthums Euer Hoheit wieder zugefuͤhrt.“ Mit dieſen Worten uͤberreichte er ihr den koſtbaren Schmuck, und erzaͤhlte ihr, wie er wieder in ſeine Haͤnde ge⸗ kommen.

„Ich freue mich dieſes Zufalls,« ſprach die Koͤni⸗ gin,„weil ich dadurch in Stand geſetzt werde, we⸗ nigſtens der Pflicht der Dankbarkeit zu genuͤgen. Bringt dieſen Schmuck Eurem Vater, ſagt ihm, daß ich meine Plane aufgegeben, und daß mein Herz, das ſo lange der Hoffnung ſich hingab, nun endlich gebrochen ſey. Sagt ihm, die Edelſteine ſeyen ſein eigen; ſie ſind nur ein geringer Erſatz fuͤr die Graf⸗ ſchaft, die er um meinetwillen verlor.«

„Koͤnigliche Frau,“ entgegnete der Juͤngling,„ſeyd verſichert, mein Vater wuͤrde lieber als gemeiner Reiter dienen, denn Euch in Eurem Ungluͤck zur Laſt fallen.“

„Er hat bisher meinen Befehlen Folge geleiſtet,“ verſetzte Margarethe,„und dieß iſt der letzte, den er von mir empfängt. Iſt er zu reich oder zu ſtolz, ein Geſchenk von ſeiner Koͤnigin anzunehmen, ſo findet

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