36 dringt zu ſchnell durch den Leck ein, als daß menſchli⸗ che Kraft es meiſtern könnte. Alles— Alles ſcheitert, wenn unſere unglückliche Sache damit in Verbindung kömmt,— die Stärke verkehrt ſich in Schwäche, Weis⸗ heit in Thorheit, Tapferkeit in Feigheit. Der Herzog von Burgund, bisher ſlegreich bei allen ſeinen kühnen Unternehmungen, braucht nur den flüchtigen Gedanken zu hegen, das Haus Lancaſter zu unterſtützen, und ſiehe, ſein Schwert wird gebrochen von einem Häuflein Landleute, und ſein wohlgeübtes Heer, für das ſchönſte in Europa gehalten, zerſtäubt wie Spreu vor dem Winde, und gemeine Miethlinge und Hirten theilen die Beute!— Was habt Ihr Weiteres von der uner⸗ hörten Geſchichte vernommen?“
„Nicht viel, Madame, das Ihr nicht ſchon wüßtet. Das Schlimmſte an der Sache iſt, daß das Burgun⸗ diſche Heer mit ſchimpflicher Feigheit focht, und die Schlacht völlig verlor, da es doch alle Vortheile auf ſeiner Seite hatte— das Beſte, daß es nicht ſowohl vernichtet, als zerſtreut wurde, daß der Herzog ſelbſt entkam, und jetzt im oberen Burgund ſeine Streit⸗ kräfte wieder ſammelt.“
„Um eine neue Niederlage zu erleiden, oder ſich in einen langen zweifelhaften Kampf zu verwickeln, der fuͤr ſeinen Ruhm eben ſo nachtheilig iſt.— Wo iſt Euer Vater?“
„Beim Herzog, Madame, ſoviel ich weiß,“ ant⸗ wortete Arthur.
„Kehrt zu ihm zuruͤck, und bringt ihm den Auf⸗


