35 und der Weg von Neufchatel bis Aix über 100 Stun⸗ den beträgt, trafen wir ihn doch bereits auf dem Rückwege.— 3
„Ihr traft ihn!“ fiel Arthur ein,„wen? den Prie⸗ ſter von St. Paul?“
„Eben den,“ antwortete Sigmund,„aber er war als Karmeliter gekleidet.“
„Als Karmeliter!“ wiederholte Arthur, dem plötzlich ein Strahl des Verſtändniſſes aufging,„und ich war ſo blind, daß ich ihn der Königin empfahl! Ich erin⸗ nere mich ſehr gut, daß er ſein Geſicht mit der Kapuze bedeckte,— ich Thor, daß ich in eine ſo grob gelegte Schlinge ging!— Doch iſt's vielleicht eben ſo gut, daß die Verhandlung abgebrochen wurde, denn wäre ſie auch nach Wuͤnſch beendigt worden, ſo hätte dieſe furchtbare Niederlage alle unſere Plane vernichten müſſen.“
Mordaunt trat bei dieſen Worten ein, und berief Arthur zur Königin. Ein düſteres Zimmer, deſſen Fenſter auf die Ruinen eines römiſchen Gebäudes ſahen, hatte ſich Margarethe zur Wohnung gewählt. Sie empfing Arthur mit einer Güte, die um ſo mehr er⸗ griff, weil ſie aus einem ſtolzen, hochfahrenden Herzen kam, das vielfaches Unglück erfahren und ſchmerzlich empfunden hatte.
„Armer Arthur!« ſprach ſie,„Euer Leben beginnt, wie das Eures Vaters zu endigen droht, mit der frucht⸗ loſen Mühe, ein ſinkendes Schiff zu retten. Das Waſſer G 3*
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