— 34 mein Ohm behauptet, er fürchte Karl nicht, im Ge⸗ gentheile müße dieſer, obgleich Herzog, ſich vor ihm hüten. Ihr wißt, wie kühn er in La Ferette ſeine Rolle ſpielte.“
„Beim heiligen Georg von Windſor!“ rief Arthur, „er der Prieſter von St. Paul?“
»Ho ho! nun verſteht Ihr mich. Nun ja, er nahm es auf ſich, daß Karl ihn wegen ſeines Antheils au
Hagenbach's Hinrichtung zu ſtrafen nicht wagen würde, und ſo geſchah es auch, ungeachtet der Graf unter den Staͤnden von Burgund Sitz und Stimme hatte, und
ſie, ſo viel er vermochte, aufmunterte, Karl die ver⸗ langte Geldbewilligung zu verweigern. Als aber der Krrieg mit den Schweizern ausbrach, fah mein Ohm, daß der geiſtliche Rock ihn nicht länger ſchützen würde, und der Herzog ihn eines Einverſtändniſſes mit ſeinem Bruder und ſeinen Landsleuten beſchuldigen wollte; daher erſchien er plötzlich in Ferrand's Lager bei Neuf⸗ chatel, und ſchickte einen Boten an Karl, durch den er ihm den Gehorſam aufſagen ließ.“
„Eine ſeltſame Geſchichte,“ verſetzte Arthur,„und zugleich ein Beweis, wie thätig und gewandt dieſer Mann ſeyn muß.“
„O, Ihr könnt die ganze Welt durchſuchen, und findet keinen Zweiten, wie mein Ohm. Zu dem weiß er Alles; ſo hat er auch dem Herzog Ferrand geſagt, weßhalb Ihr hier ſeyd, und erbot ſich, gewiſſere Nach⸗ richten zu bringen,— ja, und ungeachtet er unſer Lager erſt fünf bis ſechs Tage vor der Schlacht verließ,


