33 höhere Mächte unterſtützen ſollen, will ihm doch nichts zum Glück ausſchlagen, denn er iſt immer in Noth und Gefahr.“
„Ich weiß nur ſehr Weniges von ſeinem Leben,“ ſagte Arthur, ſein Verlangen, noch mehr zu erfahren ſo gut als möglich verbergend;„ich habe blos gehört er habe die Schweiz verlaſſen, und ſey an des Kaiſers Hof gegangen.“
„Ja,“ fuhr Sigmund fort,„und vermählte ſich mit dem Fräulein von Arnheim, ſpäter aber zog er ſich die Ungnade des Kaiſers und des Herzogs von Oeſtreich zu. Es heißt, in Rom ſey nicht gut wohnen, wenn man Streit habe mit dem Pabſt, darum hielt es mein Ohm für's Beſte, über den Rhein zu gehen, und ſich an Karls Hof zu verfügen, der gerne Edelleute aus allen Ländern aufnahm, wenn ſie nur wohlklingende Namen hatten, als da ſind Graf, Marquis und der⸗ gleichen. So fand mein Oheim freundliche Aufnahme, aber ſeit etlichen Jahren iſt die Freundſchaft zu Ende gegangen. Mein Oheim erlangte großes Anſehen bei gewiſſen geheimen Geſellſchaften, der Herzog ſah dieß aber ungerne, und ſetzte ihm ſo hart zu, daß er die Tonſur nehmen mußte, um den Kopf nicht zu verlie⸗ ren. Deſſen ungeachtet aber war er ſo thätig, wie zuvor, und ungeachtet ihn der Herzog wieder frei ließ, ſo legte er dieſem doch ſo viele Schwierigkeiten in den Weg, daß jedermann glaubte, er harre nur einer Ge⸗ legenheit, ihn greifen und hinrichten zu laſſen. Aber
Walter Scott's Werke. 1628 Boͤchen. 3
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