3² Herzog von Lothringen einen Mann abgeſandt, den Ihr wohl kennt,— d. h. nicht ihn, aber mehrere von ſeiner Familie, und er kennt Euch beſſer, als Ihr glaubt— um Euer Vorhaben zu hintertreiben und zu verhüten, daß Karl die Provence bekommt.“
„Auf mein Wort Sigmund, ich verſtehe Euch nicht.“
„Ich habe nun einmal das Unglück! Zu Hauſe ſagen ſie alle, ich verſtehe nichts, und bald mivtvein auch heißen, ich wiſſe mich Niemanden verſtändlich zu ma⸗ chen. Doch— mit klaren Worten geſprochen, ich meine meinen Ohm, den Grafen Albert von Geierſtein, wie er ſich nennt.— G
„Anna's Vater?“ fiel Arthur ein.
„Eben der. Ich wußte wohl, daß ich ein Mittel finden würde, ihn Euch kenntlich zu machen.“
„Aber ich habe ihn noch nie geſehen.“
„Ei freilich habt Ihr das— Er iſt ein gewandter Mann, und kennt anderer Leute Angelegenheiten beſ⸗ ſer, als ſie ſelbſt. Ha! nicht umſonſt hat er die Toch⸗ ter eines Salamanders zum Weibe genommen!“
„Pfui, Sigmund, wie könnt Ihr ſolchen Unſinn glauben?“
„Rndolph ſagte mir, Ihr ſeyd in jener Nacht in Grafsluſt ebenſo erſchrocken wie ich.“
„Um ſo thörichter war ich!“
„Weiter! Mein Ohm hat etliche alte Zauberbücher aus dem Schloß Arnheim, und kann ſich, wie es heißt, mit der Schnelligkeit eines Geiſtes von einem Ort zum andern verſetzen. Aber bei allem dem, und obgleich ihn


