Teil eines Werkes 
162. Bändchen = Neue Folge, 12. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 6. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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17 achtet ich, was die Geldangelegenheit betrifft, auf Karls Großmuth haͤtte vertrauen duͤrfen.

Ich frage nicht wegen meiner mit der Harfe und dem Pinſel wird René der Troubadour ſo gluͤck⸗ lich ſeyn, als René der Koͤnig.«

Nachdem er ſo geſprochen, pfiff er den Schluß des letztgedichteten Liedes, und unterzeichnete die Abtre⸗ tung ſeiner noch uͤbrigen Beſitzungen, ohne den Hand⸗ ſchuh abzuziehen, oder auch nur die Urkunde zu leſen.

Was iſt das? fragte er, mit einem Blick auf ein anderes, kleineres Stuͤck Pergament.Mein Vetter Karl ſoll beide Sicilien, Katalonien, Neapel und Jeruſalem ſammt dem Reſt der Provence bekom⸗ men? Meines Beduͤnkens haͤtte man Anſtands hal⸗ ber zu einer ſo bedeutenden Abtretung wenigſtens ein groͤßeres Stuͤck Pergament waͤhlen ſollen.

Dieſe Urkunde, entgegnete Margarethe, erklaͤrt nur die verwegenen Verſuche Ferrand's von Vaude⸗ mont in Lothringen fuͤr kraftlos, und entſagt allem Streit daruͤber mit Karl von Burgund.

Dießmal hatte ſich Margarethe im Vertrauen auf ihres Vaters Lenkſamkeit verrechnet. René ſchrack zuſammen, ſeine Wangen faͤrbten ſich dunkel, und ſtammelnd vor Wuth unterbrach er ſie:Du ſagſt nur, wo es ſich um die Sache meines Enkels, des Sohns meiner theuren Yolande, und ſeiner rechtmaͤ⸗ ßigen Anſpruͤche an das Erbe ſeiner Mutter handelt! Margarethe, ich ſchaͤme mich fuͤr Dich. Dein Stolz

Walter Scott's Wexke. 16as Boͤchen. 2