16 Abtretung der Provence den theuerſten und beinahe einzigen Wunſch meines Herzens erfuͤllet, aber Gott ſey mein Zeuge, daß ich Euch eben ſo um Euret als um meinetwillen dazu beſtimmen moͤchte.“
„Genug mein Kind; gib mir die Entſagungs⸗Ur⸗ kunde, daß ich ſie unterzeichne: ich ſehe, Du haſt ſie ſchon fertig: wir wollen unterzeichnen, und dann der Jagd folgen. Freilich iſt es ein Unglück, aber was haͤlfe es, ſo wir hinſaͤßen und daruͤber weinten.“
„Fragt Ihr nicht,“ ſagte Margarethe, uͤber ſeine Gleichguͤltigkeit erſtaunt, Zwem Ihr Eunre⸗ Beſipun⸗
gen abtretet?“ 1 „Was liegt daran,“ erwiebertr der Konig,„wenn ſie nicht mehr mir gehoͤren? Sie kommen entweder an Karl von Burgund, oder an meinen Neffen Lud⸗ wig— beide maͤchtige und kluge Fuͤrſten. Gott gebe, daß mein armes Volk keine Urſache hat, ſich den al⸗ ten Mann zuruͤck zu wuͤnſchen, deſſen einzige Freude es war, es gluͤcklich und froh zu ſehen.“
„An den Burgunder tretet Ihr die Provence ab,⸗ ſagte Margarethe. 1
„Ich haͤtte ihm den Vorzug gegeben,“ verſetzke Rens; ver iſt ſtolz, aber nicht boͤswillig. Nur noch ein Wort: ſind die Gerechtſame und Freiheiten mes⸗ nes Volks gehoͤrig ſicher geſtellt 26, u „Voͤllig,“ erwiederte die Konigin,„und aucht fuͤr Euer anſtaͤndiges Auskommen iſt geſorgt. Ich habe die Bedingungen hieruͤber nicht uͤbergangen, unge⸗
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