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und Ihr werdet ſehen, ob auch nur hundert Maͤnner ſich um Eure Fahnen ſammlen. Eure Veſten ſind in den Haͤnden von Fremden; Ihr habt kein Heer; Eure Vaſallen moͤgen wohl guten Willen haben, aber es fehlt Ihnen an der noͤthigen Kriegserfahrung und Zucht: ſo iſt Eure Herrſchaft nur ein Gerippe, das Frankreich oder Burgund umſtuͤrzen kann, ſobald es einer dieſer Mächte beliebt, den Arm darnach auszu⸗ recken. K
Thraͤnen traͤufelten dem Greiſen uͤber die Wangen, als dieſe unerfreuliche Ausſicht vor Ihm entfaltet wurde, und er konnte nicht umhin, ſeine voͤllige Un⸗ macht zu geſtehen und zuzugeben, daß er oft ſchon an die Nothwendigkeit gedacht habe, mit einem ſei⸗ ner maͤchtigen Nachbarn wegen Abtretung keiner Be⸗ ſitzungen zu unterhandeln.
„Nur die Ruͤckſicht auf Dich, Margarethe,“ fuhr er fort,„ſo hart und grauſam Du biſt, hat mich bisher abgehalten, einen Schritt zu thun, der mir zwar ſchwer fiele, aber wahrſcheinlich meinen Vor⸗ theil am beſten foͤrderte. Aber ich harte gedaͤcht, der gegenwaͤrtige Zuſtand der Dinge ſollte dauern ſo lange ich noch lebe, und Du werdeſt bei den Gaben, die Dir der Himmel verliehen, Mittel finden, dem Ungluͤck zu begegnen, dem ich nicht anders entgehen kann, als daß ich des Sebaukenb darau mich ent⸗ ſchlage. 8 3 Iub 781
„Wenn Ihr im Ernſte von meinem Iutereſſe re⸗ det,“ verſetzte Margarethe,„ſo wißt, daß Ihr durch
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