14 Angabe deſſen, was ſie einbringen, verzeichneten; und dieſe reichen, wie Ihr ſeht, bei Weitem nicht zu ei⸗ nem anſtaͤndigen Auskommen fuͤr Euch und zu Be⸗ zahlung der bedeutenden Summen an Eure vielen Glaͤubigenet— in
„Es iſt grauſam, mich ſo zu Prungen Margarethe. Was ſoll ich thun? Wenn ich arm bin, ſo iſt's nicht meine Schuld. Gerne wollt; ich die Schulden zahlen, von denen Du ſprichſt, wenn ich Mittel dazu wuͤßte.“ „Ich will ſie Euch angeben, Vater. Begebt Euch der nutzloſen Wuͤrde, die bei den damit verknuͤpften
Anſpruͤchen nur dazu dient, Euer Ungluͤck lächerlich zu machen. Entſagt Eurem Recht als Landesherr, und das Einkommen, das nicht hinreicht, die Koſten Eures aͤrmlichen Hofſtaͤates zu decken, wird Euch in Stand ſetzen, als ſchlichter Baron in behaglichem Wohlſtande Eure Lieblingsneigungen zu befriedigen.“
„Du ſprichſt albern, Margarethe,“ verſetzte René, etwas unwillig. WDie Bande, die einen Koͤnig an ſein Volk knuͤpfen, koͤnnen von beiden Theilen nicht geloͤst werden, ohne Verſuͤndigung. Meine unter⸗ thanen ſind meine Heerde, ich bin ihr Hirte; ſie ſind vom Himmel meiner Führung anvertraut, und ich darf der Pflicht, ſie zu ſchuͤtzen, mich nicht entziehen.“
„Waͤrt Ihr im Stande, es zu thun,“ erwiederte die Koͤnigin,„ſo wuͤrde Margarethe Euch rathen, bis in den Tod zu kaͤmpfen. Aber legt Eure Ruͤ⸗ ſtung an, die Ihr ſo lange nicht mehr getragen, be⸗
ſteigt Euer Schlachtroß, erhebt das Kriegsgeſchrei,


