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„So ſprecht,« verſetzte Arthur.
„Ihr müßt wiſſen,« hob Thiébault zu erzählen an, „daß der gute Konig René, dem das ſchwermüthige Weſen ſeiner Tochter tief zu Herzen ging, Alles an⸗ wandte, um ſie aufzuheitern. Er gab Feſte aller Art, und verſammelte Harfenſpieler und Troubadours, deren Muſik und Lieder einen Todtkranken zur Freude hät⸗ ten ſtimmen können. Das ganze Land ertönte von Luſt und Freude, und wollte die Königin allein ausgehen, um ihrem Trübſinn nachzuhängen, ſo begegnete ſie auf Veranſtaltung ihres Baters immer einer fröhlichen Gruppe, die ſie alsbald umringte, und ihren finſteren Geiſt durch heiteren Zeitvertreib zu bannen ſuchte. Aber die ſchwermüthige Königin ließ ſich dadurch nicht zer⸗ ſtreuen, und ſchloß ſich zuletzt in ihre Zimmer ein, wo ſie nicht einmal ihren königlichen Vater ſehen wollte, weil er gewöhnlich Leute mit ſich brachte, die durch⸗ ihre Kunſt, wie er meinte, ihren Gram beſchwichtigen ſollten. Sie ſchien mit Widerwillen die Harfenſpieler zu hören, und auf keinen zu achten, als auf einen um⸗ herziehenden Engländer, der ein trauriges Lied ſang, worüber ſie in einen Strom von Toränen ausbrach, und darauf ſchenkte ſie ihm eine Kette von hohem Werth. Darum wollte ſie, wie ich Euch ſchon geſagt habe, ſelbſt ihren königlichen Vater nimmer ſehen, als wenn er⸗ allein kam, und dazu hatte er den Muth nicht.“
„Das glaub ich wohl,“ ſagte Arthur;„beim weißen Schwan! mich wundert, daß das Faſtnachtsſpiel ſie nicht zum Wahnſinn trieb.«


