87. ten Leib hing, begleitete ihn bis an das Thor, wo Thiébault mit friſchen Pferden aus dem Königlichen Marſtalle hielt.
„Sie ſind Euer von dem Augenblicke an, wo Ihr den Fuß in den Steigbügel ſetzt,“ ſprach der Seneſchall, „der gute König René nimmt nie ein Pferd zurück, das er einem Gaſte geliehen, und dieß mag ein Grund ſeyn, warum Seine Majeſtät und wir von ſeinem Hof⸗ haushalt oft zu Fuße gehen müſſen.“
Mit dieſen Worten verabſchiedete er ſich von Arthur, der ſich nun auf den Weg machte, um die Königin Margarethe in dem berühmten Kloſter Monte⸗Sainte⸗ Victoire aufzuſuchen. Er fragte ſeinen Führer, in welcher Richtung dieſes liege, und dieſer wieß. mit triumphirender Miene auf einen über 3000 Fuß hohen Berg, der in der Ferne mit ſeiner kühn anſtrebenden, ſchroffen Spitze ſich erhob. Thiébault ſprach von dem⸗ ſelben mit ungewöhnlichem Feuer, wodurch Arthur auf den Glauben geführt wurde, daß ſein Begleiter nicht
verſäumt habe, des Königs verſchwenderiſche Gaſtfreund⸗
ſchaft zu nützen. In langer Rede verbreitete er ſich über den Ruhm des Bergs und des Kloſters. Ihr Name, ſagte er, leite ſich von einem großen Siege her, den ein römiſcher Feldherr, Cajo Mario geheißen, über zwei große Heerhaufen Sarazenen mit welſchen Namen (wahrſcheinlich die CEimbern und Teutonen) erfochten, wofür derſelbe der heiligen Jungfrau zu Ehren ein Kloſter auf dem Berge zu bauen gelobt habe.
„Dort,« fuhr er fort,„war das Lager der Sara⸗
v


