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„Ich habe die Wahrheit von Euer Hoheit Bemer⸗ kung gefühlt, da ich die Lieder meiner Heimath hörte,“ ſagte Arthur,„aber mir gebricht es an Geſchicklichkeit, wie an Muth, nachzuahmen, was ich bewundere. Ich komme aus Italien her.“
„So ſeyd Ihr vielleicht ein Maler,“ fuhr Renè fort, „eine Kunſt, die ſich ans Auge wendet, wie Dichtung und Muſik ans Ohr, und bei uns faſt ebenſo in Ach⸗ tung ſteht. Seyd Ihr ein Meiſter der Kunſt, ſo ſeyd Ihr zu einem Fürſten gekommen, der ſie liebt, wie das ſchöne Land, in der ſie geübt wird.“
„Mit einem Worte, Sir, ich bin ein Engländer und meine Hand iſt zu hart geworden durch Führung des Schwerts und der Lanze, als daß ich die Harfe ſpielen oder den Pinſel führen könnte.“
„Ein Engländer?“ fragte René mit auffallend käl⸗ terem Tone,„und was führt Euch hieher? England und ich ſtehen ſchon lange nicht in freundſchaftlichem Vernehmen.“
„Eben darum bin ich hier,“ verſetzte Arthur,„ich komme, Euer Hoheit Tochter, der Prinzeſſin Marga⸗ rethe von Anjou, meine Huldigung zu bringen, die ich und viele Britten noch als unſere Königin achten, wenn auch Verräther ihr dieſen Titel entriſſen haben.“
„Ach, guter Jüngling,“ erwiederte René,„ich muß Euch bedauern, ſo ſehr ich Eure Treue und Anhäng⸗ lichkeit ehre. Wäre Margarethe meinem Rathe ge⸗ folgt, ſo hätte ſie lange ſchon Anſprüche aufgegeben,


