Teil eines Werkes 
161. Bändchen = Neue Folge, 11. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 5. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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3 30 welche der Greis bald mit ruhiger, freundlicher Miene, bald mit finſterer Stirn anhörte. Einige Male wurde er ſo ſehr begeiſtert, daß er hüpfte und tanzte mit ei⸗

ner Rüſtigkeit, welche ſeine Jahre nicht erwarten lie⸗ ßen; dann waren ſeine Bewegungen wieder äußerſt langſam, und er blieb in tiefes, ernſtes Sinnen verlo⸗ ren ſtehen. Fiel ſein Blick zufällig auf die Gruppe, die ihn beobachtete, und ihn ſogar mit einem Murmeln des Beifalls zu begrüßen wagte, ſo nickte er ihr nur

wohlwollend und freundlich zu, und ebenſo erwiederte er die Begrüßung der Vorübergehenden, wenn ſeine Arbeit ihm geſtattete, ſie zu bemerken.

Endlich fiel des Königs Blick auf Arthur, den ſeine ſtill beobachtende Stellung und ſeine hervorſtechenden Züge als Fremden bezeichneten. René winkte ſeinem Pagen, der, nachdem er leiſe die Befehle ſeines Ge⸗ bieters empfangen, von der Bruſtwehr auf die breitere Bettung unten, die für Jedermann zugänglich war, hinabeilte, und Arthur höflich ſich nähernd, dieſen von des Königs Wunſch, ihn zu ſprechen, unterrichtete. Dem jungen Britten blieb nichts Anderes übrig, als dieſer Aufforderung Genüge zu leiſten und im Gehen zu er⸗ wägen, wie er gegen einen Fürſten von ſo ganz eigen⸗ thümlicher Art ſich nehmen ſollte.

Als er vor den König trat, redete ihn dieſer mit

höflichem Tone, aber nicht ohne Würde, an, und Ar⸗

thur fühlte ſich in ſeiner Gegenwart mehr von Ach⸗

tung durchdrungen, als ihm die Vorſtellung von ſeinem Chaxrakter eingeflößt hatte. 1