Teil eines Werkes 
161. Bändchen = Neue Folge, 11. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 5. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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79 Von dieſen ſchienen Einige, aus ihrer Tracht und

Weiſe zu ſchließen, gleichfalls Troubadours zu ſeyn,

deun in der Hand hielten ſie Leyern verſchiedener Art,

kleine Harfen, und Andeves, was ihre Kunſt verrieth.

Sie hatten ſich hier aufgeſtellt, und ſchienen ihren Für⸗ ſten zu beobachten und ſich ihre Bemerkungen über ſein Sinnen aufzuzeichnen. Andere Vorübergehende, die ernſtere Geſchäfte hatten, ſahen zum König als zu einer alltäglichen Erſcheinung auf, nahmen aber jedesmal die Mützen ab, und drückten durch geziemende Verbeu⸗ gung Achtung und Anhänglichkeit an ſeine Perſon aus, welche durch Herzlichkeit zu erſetzen ſchien, was ihr an

Unterwürfigkeit abging.

René nahm indeſſen nicht wahr, daß die 2 welche ſtehen blieben, ihn beobachteten, noch bemerkte er den

Gruß der Vorübergehenden, ſondern ſein Geiſt ſchien

völlig damit beſchäftigt, ein ſchwieriges Werke in Dichtkunſt oder Muſik zu Tage zu bringen. Er ging

ſchnell oder langſam, wie es der Verlauf der Dich⸗

tung mit ſich brachte; manchmal blieb er ſtehen, um Chnell in ſeine Schreibtafel etwas zu⸗ bemerken, was

ihm des Aufzeichnens werth ſchien; oft verlöſchte er

wieder, was er geſchrieben hatte, und warf den Grif⸗

fel, wie in Verzweiflung, weg. Ein ſchöner Edel⸗

knabe, ſein einziger Diener, hob ihn dann wieder

auf, und nahm ehrerbietig die erſte ſchickliche Gele⸗ genheit wahr, ihn dem König wieder zu veichen Er trug eine Fiedel, auf welcher er, auf ein Zeichen von

ſeinem Gedieter, hin und wieder einige Accorde ſpielte,