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nor,“ verſetzte Thisbault,„ich meine nur, wie jeder wahre Sohn des Ritterthums und Sangs, daß ein Ritter ohne Lieb dem Firmament gleicht ohne Sterne.“
»Wohl weiß ich das,« erwiederte Arthur,„aber beſſer iſts im Dunkel zu bleiben, als einem truͤgeri⸗ ſchen Lichte zu folgen, das in des Laſters Abgrund fuͤhrt.«
»„Ihr moͤgt Recht haben, Herr,“ antwortete ſein
Führer.„Es iſt wahr, daß wir, ſelbſt hier in der
Provence, uͤber Sachen der Minne, ihre Schwierig⸗ keiten und Verwirrungen nicht mehr ſo gut zu ent⸗ ſcheiden wiſſen, ſeit die Troubadour's nicht mehr ſo geachtet ſind, wie ſonſt, und der Minnehof auf⸗ gehoͤrt hat, feine Sitzungen zu halten. Aber ſeit einiger Zeit ſind Koͤnige und Herzoge, ſtatt die er⸗ ſten und treuſten Vaſallen der Minne zu feyn, Scla⸗ ven der Selbſtſucht geworden. Statt durch Lanzen⸗ brechen in den Schranken die Herzen zu gewinnen, brechen ſie ſie durch die grauſamſten Bedruͤckungen, ſtatt die Gunſt der Frauen zu gewinnen, und ein Lächeln von ihnen fuͤr ſuͤßen Lohn zu halten, ſinnen ſie darauf, wie ſie ihren Nachbarn Schloͤſſer, Staͤdte und Provinzen entreißen moͤgen. Aber hoch lebe der gute, ehrwuͤrdige Koͤnig René! So lange ihm nur ein Morgen Landes bleibt, werden tapfere Rit⸗ ter an ſeinem Hofe ſich verſammeln, die nur nach Waffenruhm ſtreben, treue Liebende, vom Geſchick verfolgt, und Saͤnger und Harfenſpieler, welche Liebe und Tapferkeit zu verherrlichen wiſſen.“


