15 Mit dieſen Worten führte er den Grafen in den für ihn beſtimmten Theil des Zeltes, wo auch fün Arthur
ein Lager bereitet war, und verließ ſie daun mit der
Verſicherung, daß mit Tagesanbruch Pferde und treue
Diener bereit ſeyn ſollten, um Arthur nach Nancy zu
Schit it n⸗
geleiten. 4
„Wir müſſen uns nun noch einmal trennen,“ fuhr der Graf gegen Arthur fort.„Bei der Unſickerheit
im Lande wage ich es nicht, Dir einen Brief an Mar⸗ garethe mitzugeben, aber ſage ihr, ich habe den Herzog zwar erpicht auf eigenen Vortheil, doch nicht abgeneigt gefunden, in ihre Plane einzugehen, und ich zweifle
nicht daran, daß er uns die verlangte Unterſtützung bewilligen werde, aber blos unter der Bedingung, daß
ſte und ihr Vater ihren Anſprüchen zu Gunſten ſeiner
entſagen. Ich würde ihr nie gerathen haben, der un⸗
gewiſſen Hoffnung, das Haus York zu ſtürzen, ein ſol⸗ ches Opfer zu bringen, wenn ich nicht überzeugt wäre,
daß der König von Frankreich und der Herzog von
Burgund wie raubluſtige Geier die Provence umſchwär⸗ men, und bereit ſind, ſabald ihr Vater todt iſt, ſich auf die Herrſchaft zu werfen, die ſie dem Lebenden nur ungern noch laſſen. Ein Vergleich mit dem Herzog kann daher dieſen zu thätiger Mitwirkung bei unſerer
Unternehmung gegen Eduard beſtimmen, während auf der andern Seite, wenn unſere edle Herrin nicht in des Herzogs Forderungen willigt, die Grechtigkeit ihrer Sache ihre angeſtammten Anſprüche auf die Beſitzungen ihres Vaters nicht ſicherer ſtellt. Bitte daher Mar⸗


