16 garethen, daß ſie, wenn ſie ihren Sinn nicht geändert hat, ihren Vater zu einer förmlichen Abtretung ſeiner Herrſchaft an den Herzog von Burgund beſtimme. Die zu Beſtreitung der Bedürfniſſe des Königs und ihrer eigenen, nöthigen Einkünfte werden nach ihrem Wunſche ausgeworfen werden; oder kann man die Sache ganz unberührt laſſen, denn die Großmuth des Herzogs wird es ihnen nicht an anſtändigem Auskommen fehlen laſſen. Ich fürchte nur, Karl möchte ſich——
„In einen albernen Streich einlaſſen, den ſeine Ehre und die Sicherſtellung ſeiner Beſitzungen fordert,“
ſprach eine Stimme außerhalb des Zeltes,„und ſich mehr ſeinen eigenen Angelegenheiten als den unſerigen
widmen; nicht wahr, Herr Graf?“ In dieſem Augenblicke wurde der Zeltvorhang auf⸗ gehoben, und es trat ein Mann ein, in dem Oxford,
ob er gleich Koller und Mütze eines gemeinen Soldaten
von der Leibwache der Wallonen trug, doch ſogleich die harten Züge des Herzogs von Burgund erkannte, deſ⸗
ſen ſcharfe Augen unter dem Pelz und Federbuſch hey⸗
vorblitzten. Arthur, der den Herzog noch nie geſehen hatte, er⸗
ſchrack bei dem Eintritt des Fremden, und legte die Hand an den Dolch; auf ein Zeichen ſeines Vaters
aber ließ er den Arm wieder ſinken, und ſah erſtaunt, mit welcher Ehrerbietung der Graf den vorgeblichen Soldaten empfing. Die erſten Worte, die gewechſelt wurden, lösten ihm das Räthſel.
»Wenn Ihr Euch ſo vermummt habt, Herr Herzog,“


