70 aund ſie gelangten glücklich an das andere Ende des
Dorfes; allein hier lag neben der trunkenen Schildwa⸗
che ein großer Hund, der, als die Truppe herankam, kein Geheul erhob, welches die Siebenſchläfer hätte we⸗ cken können. Der Soldat nahm ſeine Büchſe und ſchoß, ohne zu wiſſen warum und auf wen; die Kugel traf jedoch Arthurs Pferd, dieſes ſtürzte; und die Schild⸗ wache eilte auf den Reiter los, um ihn zu tödten, oder
gefangen zu nehmen.
„Vorwärts, Männer von Arnheim!“ gebot Schre⸗
ckenwald, bringt Eure Gebieterin in Sicherheit!“
„Haltet, ich befehle es, eilt dem Fremden zu Hülfe,“ rief Anna ihrer Umgebung zu,„ich gehe keinen Schritt weiter, bis er gerettet iſt.“
Schreckenwald hatte ſeinem Pferde ſchon die Sporen gegeben, um zu fliehen, als er aber ſah, daß Anna ihm nicht folgen wollte, kehrte er um, nahm ein ge⸗ ſatteltes Pferd, das angebunden war, warf Arthur die Zügel zu, und drängte ſich zwiſchen den Engländer und den Soldaten, ſo daß dieſer ihn loslaſſen mußte. In einem Augenblicke hatte ſich Arthur in den Sattel geſchwungen, ergriff eine Streitaxt, die an dem Sat⸗ telbogen ſeines Pferdes hieng, und ſchlug damit den Soldaten, der auf's Neue auf ihn losging, zu Boden. Die ganze Truppe ſetzte ſich nun in Galopp, denn es wurde ſchon laut im Dorfe, und man ſah mehrere Sol⸗ daten aus den Häuſern kommen und ihren Pferden zu⸗ eilen. Auf einer Anhöhe hielt Schreckenwald, um nach dem Feinde zu ſehen, in der Straße herrſchte große


