77 Verwirrung, doch ſchien man nicht geneigt, ſie zu ver⸗ folgen, und ſie ſetzten daher ihren Weg am Fluß hin⸗ fort.
Nach zweiſtündigem Marſche hatte Schreckenwald wieder ſo viel Vertrauen gewonnen, daß er hinter ei⸗ nem Gehölze halten ließ, damit die Pferde und Rei⸗ ter ausruhen, und von den mitgeonmmenen Mundvor⸗ räthen ſich gütlich thun könnten. Nach einem kurzen Geſpräche mit dem Fräulein kehrte er zu ſeinem Be⸗ gleiter zurück, und lud dieſen zur Theilnahme an ſei⸗ nem Mahle ein, das nicht viel beſſer war, als das der übrigen Reiter, nur daß er eine Flaſche beſſeren Wein vorzuſetzen hatte. 3
„Geſundheit, Bruder!“ ſprach er;„Ihr werdet ge⸗ ſtehen muͤſſen, daß ich vor zwei Stunden, wo wir durch das Dorf Arnheim ritten, mich als wackern Kamera⸗ den gegen Euch erzeigt habe.«
„Ich werde das nie laͤugnen, Herr Vogt,“ erwie⸗ derte Arthur,„und danke Euch fuͤr Eure zeitige Huͤlfe, denn es gilt mir gleichviel, ob Ihr ſie mir auf Be⸗ fehl Eures Fraͤuleins, oder aus eigenem Antrieb ge⸗ leiſtet.“
„Ho! hol Freund!« lachte Schreckenwald, Ihr ſeyd ein Philoſoph und koͤnnt ſolche feine Unterſcheidungen machen, waͤhrend Euer Pferd ſich uͤber Euch waͤlzt, und ein Baͤrenhaͤuter Euch das Schwert an die Kehle ſetzt. Nun gut, da Ihr dieß herausgefunden habt, ſo moͤget Ihr auch wiſſen, daß ich mir wenig daraus gemacht haͤtte, lieber ein Dutzend ſolche unbaͤrtige Ge⸗


