Teil eines Werkes 
160. Bändchen = Neue Folge, 10. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 4. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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ſchwangen ſie ſich in den Sattel, und ritten langſam und vorſichtig weiter. Schreckenwald war vornen, an ſeiner Seite Arthur, Anna mit ihrer Dienerin ritt in der Mitte, und einige erfahrene Dienſtmänner bildeten den Nachzug, mit dem Befehl, die geeigneten Maß⸗ regeln zu treffen, daß man gegen jeden Ueberfall geſi⸗ chert wäre.

Das Erſte, was Arthur auf dem Marſche auffiel, war, daß die Hufen der Pferde nicht den gewöhnlichen ſcharfen Ton von ſich gaben, als es aber heller wurde, bemerkte er, daß man den Pferden die Füße mit Linnen um⸗ wunden hatte, um jedes Geräuſch zu vermeiden. So ritten ſie den gewundenen Weg hinab, der von dem Schloſſe in das benachbarte Dorf führte, wo die auf⸗ rühreriſchen Soldaten des Rheingrafen lagen. Vor dem Dorfe ließ Schreckenwald halten, und ritt dann vorſich⸗ tig mit Arthur voran. Tiefe Stille herrſchte in den verlaſſenen Straßen, hin und wieder ſah man einen Soldaten, der als Wache ausgeſtellt ſchien, aber alle waren tief eingeſchlafen.

„Die Hunde!“ ſprach Schreckenwald,„wie gut ſie Wache halten, und wie ich ſie wecken wollte, wenn ich nicht das Fräulein zu ſchützen hätte!— Bleibt hier, Fremdling, ich will zurückreiten, damit die Uebrigen nachkommen, es iſt durchaus keine Gefahr vorhanden.“

Mit dieſen Worten verließ er Arthur, der ſich, von Räubern umgeben, die das Bellen eines Hundes wecken konnte, keineswegs wohl fühlte. Doch kam Schrecken⸗ wald nach einigen Minuten mit dem übrigen Zuge nach⸗