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ihren Augen, denn ſie ſchien ebenſo außer Faſſung, wie er ſelbſt.
„Ich kann nicht begreifen, was ihr begegnet iſt,« ſprach ſie;„ſie behandelt mich noch ebenſo gütig wie zuvor, gegen jede andere Perſon aber ſpielt ſie ganz die Gräfin. Und nun fängt ſie gar an, ihr eigenes Gefühl, das ſo natürlich iſt, unterdrücken zu wollen! Wenn das zum großen Tone gehört, ſo will ich lieber ein armes Schweizermädchen bleiben, ich bin dann we⸗ nigſtens Herrin meiner ſelbſt, und kann mit meinem Ludwig plaudern, wenn ich will, ſo weit Religion und
Züchtigkeit dieß geſtatten. Doch ſeyd unbeſorgt, Ar⸗
thur, wenn ſie ſo grauſam iſt, Euch vergeſſen zu wol⸗ len, ſo könnt Ihr auf eine Freundin zählen, die, ſo lange ſie eine Zunge hat und das Fräulein Ohren, ihr dieß unmöglich machen wird.“
Mit dieſen Worten entfernte ſie ſich, nachdem ſie
Arthur einen Weg gezeigt hatte, durch den er in den
Hof gelangen konnte. Er fand hier ſein Pferd nebſt ꝛwanzig andern geſattelt und aufgezäumt. Zwölf von ihnen trugen eine Schutzrüſtung und waren für ebenſo viele Gewappnete beſtimmt, welche Dienſtmannen von dem Hauſe Arnheim und von dem Vogt aufgeboten waren. Zwei Zelter, durch ihr ſchönes Geſchirr ausge⸗ zeichnet, harrten Anna's und ihrer Dienerin; die übri⸗ gen Pferde gehörten den Knechten. Auf ein gegebenes Zeichen ergriffen die Reiſigen ihre Lanzen, und ſtellten ſich neben ihre Pferde, wo ſie warteten, bis das Fräu⸗ lein mit ihrer Dienerin zu Pferde geſtiegen war, dann


