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„Dürften wir auch an Eurem Muthe und an Eurer Geſchicklichkeit nicht zweifeln, junger Mann, wer bürgt uns für Eure Treue?«
»Daran zu zweifeln,“ entgegnete Arthur,„möchte an jedem andern Orte, als hier, gefährlich ſeyn.“
Um den Streit, der auszubrechen drohte, zu hindern, trat Anna in's Mittel und ſagte:„Da wir ſo frühe aufbrechen ſollen, ſo iſt es Zeit, zur Ruhe zu gehen, doch müſſen wir im Falle eines Angriffs auf unſerer Hut ſeyn. Ich verſehe mich zu Euch, Schreckenwald, daß Ihr Wachen ausſtellt, Ihr habt wenigſtens Leute genug dazu. Und merkt's Euch, es iſt mein Wille und Befehl, daß der Fremde dieſe Nacht hier bleibt, und morgen mit uns weiter reist. Ich habe Gelegen⸗ heit gehabt ihn und ſeinen Vater kennen zu lernen, da ſie einige Zeit bei meinem Oheim, dem Landammann, zubrachten. Auf dem Wege werdet Ihr Euch zu ihm halten, und ich befehle Euch, ſo höflich gegen ihn zu ſeyn, als Euer rauhes Weſen Euch geſtattet.“
Mit einem bitteren Blicke, in welchem ſich Ingrimm, gedemüthigter Stolz und gezwungener Gehorſam aus⸗ ſprachen, befolgte Schreckenwald den Befehl und führte Arthur in ein anſtändiges Gemach mit einem Bette, das dieſem nach den Beſchwerden des Tages keineswegs unerwünſcht war.
So ungeduldig Arthur dem nächſten Tag entgegen ſah, ſank er doch ermüdet in einen tiefen Schlaf, und erſt als der Morgen graute weckte ihn Schreckenwalds
Walter Scott's Werke. 1608 Bochen. 5


