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Platzes bemächtigen, um ſich hier zu halten; Ihr müßt alſo mit Tagesanbruch das Schloß verlaſſen. Gegen⸗ wärtig haben ſie noch mit den Weinfäſſern der Leute im Dorf zu thun, wenn ſie aber morgen erwachen, ſo ziehen ſie ohne Zweifel hieher und Ihr könntet dann dieſen Leuten in die Hände fallen, die ſich⸗ wenig um Eure Anſprüche bekümmern würden.“
„Iſt es deun nicht möglich, ihnen Widerſtand zu lei⸗ ſten 2 fragte Anna,„das⸗ Schloß iſt feſt, und ich möchte die Wohnung meiner Väter nicht verlaſſen, ohne feine Bertheidigung zu verſuchen.“
„Es bedarf 500 Mann,“ verſetzte Schreckenwald, „um die Thürme und Mauern zu beſetzen, und ich wüßte nicht, wie nur zwanzig zuſammen zu bringen wären. Nun da Ihr die Sache wißt, möchte ich Euch bitten, den Frmden zu verabſchieden; ich will ihm den kürze⸗ ſten Weg aus dem Schloſſe zeigen, denn bei unſerer gefährlichen Lage können wir blos an unſere eigene Si⸗ cheit denken.“
„Und wohin wollt Ihr gehen?“ fragte das Fräulein mit gebieteriſcher Miene, der ſich Schreckenwald nur ungern fügte.
„Ich gedenke nach Straßburg zu gehen, das heißt, wenn es Euch genehm iſt; ich hoffe, wir können durch⸗ kommen, ohne von den Meutevern bemerkt zu werden, und ſtoßen wir auf einen Haufen derſelben, ſo wird es uns wohl nicht ſchwer werden, uns Bahn zu hauen.“
„Aber warum wählt Ihr gerade Straßburg?“


