Teil eines Werkes 
160. Bändchen = Neue Folge, 10. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 4. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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48 Hexen ihren Feiertag halten, oder macht er eine Jagd⸗ parthie mit den wilden Jaͤgern.“ „Pfui, Annette, wie wagſt Du's ſo von meinem Vater zu ſprechen?“. „Ich kenne ihn von Perſon nur ſehr wenig, und Ihr ſelbſt nicht viel beſſer; wie ſollte das falſch ſeyn was alle Leute ſagen“ „Was meinſt Du damit? was ſagen die Leute?« „Der Graf ſey ein Zauberer, Eure Großmutter ſey ein Irrwiſch geweſen, und der alte Schreckenwald ein eingefleiſchter Teufel; das Letztere iſt wenigſtens wahr, was auch an dem Uebrigen ſey.& „Wo iſt er gegenwaͤrtig?« „Er iſt in's Dorf hinabgegangen, um des Rhein⸗ grafen Leute unterzubringen, und ſie wo moͤglich einigermaßen in Ordnung zu halten, denn die Lanz⸗ knechte ſind unzufrieden, daß man ihnen den ver⸗ ſprochenen Sold nicht ausbezahlt hat, und da find ſie wie gereizte Baͤren.“ Sen

„So wollen wir hinabgehen, Annette, es iſt viel⸗ leicht auf lange Zeit der letzte Abend, den wir hier in Freiheit zubringen.“

Es ware ſchwer, die Verlegenheit zu ſchildern mit welcher Arthur und Anng einander begegneten. Beim gegenſeitigen Gruße ſchlugen ſie nicht einmal die Augen auf, und ſprachen nur unverſtaͤndliche Worte; hohe Roͤthe faͤrbte Beider Wangen, waͤhrend Annette, an freiere, offenere Sitten gewoͤhnt, uͤber den unna⸗ turlichen Zwang erſtaunte, den ſie ſich auflegten.