Teil eines Werkes 
160. Bändchen = Neue Folge, 10. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 4. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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„Warum tragt Ihr es dann,“ fragte Annette,„und warum gerade heute?«

»Weil es mich am Beſten an meine Pflichten ge⸗ gen meinen Vater und meine Familie erinnert. Und nun Mädchen bedenke, daß Du bei uns zu Tiſche ſitzen ſollſt, und das Zimmer nicht verlaſſen darfſt; Du brauchſt nicht ab⸗ und zuzulaufen, Wilhelm wird ſchon fuͤr die Tafel ſorgen.«

„So gefaͤllt mir's, und Wilhelm bedient uns ſo gut, daß es eine Freude iſt, ihm zuzuſehen; indeſſen iſt mir's hin und wieder, als waͤre ich nicht mehr Annette, ſondern nur ihr Bildniß, da ich weder auf⸗ ſtehen, noch mich legen, oder umherlaufen kann, ohne gegen eine Eurer Sittenregeln zu verſtoßen. Bei Euch iſt das nicht ſo, weil Euch die Hofſitte etwas Gewoͤhnliches iſt.“

Nicht ſo ganz, als Du zu glauben ſcheinſt, aber der Zwang, den ſie auflegt, ſcheint mir laͤſtiger 5n freier Luft als im Zimmer. 4

„Ach, das iſt wahr— das Tanzen! nach dem darf man ſich wohl zuruͤckſehnen.“

„Was mir noch mehr am Herzen liegt, Annette, iſt, daß ich/ ots beſtimmt ſagen kann, ob ich Recht oder Unrecht w ue, den jungen Mann zu ſehen, wie⸗ wohl es das Letztemal ſeyn muß. Wenn mein Va⸗ ter oder Schreckenwald zuruͤckkehrte.—

„Euer Vater iſt zu ſehr in ſeine geheimen Plane vertieft, und an den Blocksberg gezogen, wo die