1⁰² 4 echen Sache Streit anzufangen, und fuͤhrte das ver⸗ triebene Thier an einen andern leeren Platz. Die Sorgfalt, mit der er ſeine Thiere behandelte, machte ſelbſt auf das eiſerne Herz des alten Stallknechts Eindruck, und er beeilte ſich, ihm Hafer, Heu und Stroh zu geben, jedoch zu einem ungeheuern Preiſe, den er ſich ſogleich bezahlen ließ, auch ging er bis an die Thure, und zeigte Philipſon, wo der Brun⸗ 1 nen ſey, aus dem dieſer jedoch ſich ſelbſt das Waſſer ſchoͤpfen mußte. Nachdem dieß geſchehen war, fragte der Englaͤnder den Alten, ob er ſeine Ballen ſicher im Stalle laſſen koͤnne.
„Ihr koͤnnt ſie da laſſen, wenn Ihr wollt,“ er⸗ hielt er zur Antwort,„ſollen ſie aber ganz ſicher ſeyn, ſo thut Ihr am beſten, wenn Ihr ſie mit Euch nehmt.“—
Nach dieſen wenigen Worten ſchloß der Alte den Mund, und war durch keine Frage mehr zu bewegen, ihn zu oͤffnen.
Philipſon folgte dem gegebenen Rathe, und nahm
ſein Gepaͤck mit ſich in die Herberge, was er auch die uͤbrigen Fremden thun ſah. Er trat in die Wirthsſtube, jwo in einem großen Ofen immer ein Feuer unterhalten wurde, um das ſich die Reiſenden jeden Alters und Standes verſammelten, und ihre Maͤntel umherhingen, um ſie zu trocknen, oder warm zu machen, auch ſah man ſie ſich hier waſchen, und ungeſcheut an⸗ und auskeiden. Ein ſolcher Anblick war dem Zartgefuͤhl des Englaͤnders zuwider, und
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