Teil eines Werkes 
159. Bändchen = Neue Folge, 9. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 3. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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deckte eine Art Mütze, und wie es zu dieſer Zeit oft üblich war, trug ſie eine Maske von ſchwarzer Seide, die ihr ganzes Geſicht bedeckte. Allein ungeachtet die⸗ ſer Verhüllung klopfte Arthurs Herz gewaltig, als er ſie näher kommen ſah, denn gleich im erſten Augen⸗ bicke glaubte er Anna's herrliche Geſtalt ihn ihr zu erken⸗ nen. Ihr folgte eine Zofe und ein Falkner. Philipſon, deſſen Gedächtniß dießmal nicht ſo treu war wie das ſeines Sohnes, ſah in der ſchönen Fremden nur eine Dame von Raug, die ſich mit Jagen vergnügte, und da ſie im Vorübergehen eine leichte Verbeugung mit dem Kopfe machte, grüßte er ſie gleichfalls, und fragte ſie höflich, ob ſie dieſen Morgen eine gute Jagd gehabt.

Nicht ſehr, erwiederte die Dame,ich mag zu nahe am Strome meinen Falken nicht ſteigen laſſen, aus Furcht, er möchte auf die andere Seite fliegen und ich ihn dann verlieren, allein ich hoffe, das Glück werde mir günſtiger ſeyn, wenn wir die Fähre, zu der es nicht mehr weit iſt, erreicht haben.

»Da werdet Ihr, fiel Barthel ein,in der Kapelle des Hauns die Meſſe hören, und den Himmel bitten, daß er Euch eine glückliche Jagd verleihe.

Es wäre unchriſtlich, ſo nahe an dem heiligen Ort vorüberzugehen, ohne dieſer Pflicht zu genügen.

»Das ſagt' ich eben, edle Frau, denn Ihr müßt wiſſen, daß ich mich vergebens bemühe, den Herrn hier zu überzeugen, daß das Gelingen ſeiner Unternehmung