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„Mag ſeyn,“ verſetzte Rudolph, und vereitelte Ar⸗ thurs Bemühung, ihn in ein geheimes Geſpräch zu ziehen, indem er ſo laut ſprach, daß es alle Umſtehen⸗ den hörten,„ich zweifle nicht daran, daß am Thore ein Prieſter auf mich wartet, um meine Beichte zu hören und mir die Abſolution zu geben, und hinterher muß ich dann meinen Kopf auf den Block legen. Ich werde meinen Hals nicht ſo bald in ſolche Gefahr brin⸗ gen. Ermorden ſie einen engliſchen Krämer, der ihnen nichts zu Leide gethan, was hat dann der junge Ber⸗ nerbär zu gewarten, der den Hagenbach ſeine Tatzen und Zähne ſchon hat fühlen laſſen?“
Bei dieſen Worten hob Arthur die gefalteten Hände gen Himmel, Thränen ſtürzten aus ſeinen Augen, er ballte die Fauſt, knirſchte mit den Zähnen und wandte den Schweizern ſchnell den Rücken.
„Was ſoll dieſer Zorn,“ fragte Rudolph,„wo wollt Ihr hin?“
„Meinen Vater retten oder mit ihm ſterben,“ ant⸗
wortete Arthur, und wollte ſchnellen Laufs nach La
Ferette zurückkehren, als er ſich von einer kräftigen Hand, deren Druck jedoch etwas Freundſchaftliches hat⸗ te, am Arme feſtgehalten fühlte.
„Wartet einen Augenblick bis ich meinen Knieriemen
gebunden habe,“ ſagte Sigmund zu ihm,„dann gehe
ich mit Euch, König Arthur.“ „Du,“ entgegnete Rudolph,„Du, einfältiger Bur⸗ ſche, und ohne meinen Befehl?“ 3*


