106 ſeiner Donnerſtimme, und jedesmal, wenn er dieſen Kriegsruf hören ließ, ſtreckte er einen vom Clan Chat⸗ tenf nieder, wie er die Herankommenden nach einander raf.—.
„Kämpfe, Habicht! wohlgeflogen, Falke!“ rief das Volk aus, als es Anſtrengungen ſah, die noch in der letzten Stunde das Schickſal des Tages zu verändern drohten. Plötzlich ſchwieg das Geſchrei, und es folgte darauf ein ſo furchtbares Schwerterklirren, als hätte der ganze Kampf ſich in der Perſon Heiurich Wynds und Torquil von der Eich erneuert. Sie hieben und ſtießen, als hätten ſie heute zum erſtenmal ihre Klingen gezogen, und ihre Hartnäckigkeit war gegenſeitig, denn Torquil erkannte den böſen Zauberer, der ſeinen lieben Sohn bezaubert hatte, und Heinrich ſah den Rieſen vor ſich, der während des ganzen Kampfes die Abſicht vereitelt hatte, um derentwillen allein er bei der Käm⸗ pferſchaar ſtand. Sie fochten mit einer Gleichheit, die vielleicht nicht ſtatt gefunden hätte, wäre nicht Heinrich, etwas ſtärker verwundet als ſein Gegner, einigermaßen ſeiner Behendigkeit beraubt geweſen. Indeſſen wurde Eachin, der ſich allein fand, nach einem unordentlichen und vergeblichen Verſuch, ſeines Milchbruders Harniſch anzulegen, durch Schaam und Verzweiflung beſeelt, und eilte vorwärts, um ſeinem Pflegevater in dem furchtbaren Kampfe zu helfen, ehe
noch ein anderer vom Clan Chattan käme. Als er fünf Yards entfernt und ernſtlich entſchloſſen war, an
dem ködtlichen Gefechte Theil zu nehmen, fiel ſein Pflegevater, vom Halsbein bis faſt in die Bruſt ge⸗ ſpalten, und murmelte mit dem letzten Athemzug Bas air son Eachin!— Der unglückliche Jüngling ſah den Fall ſeines letzten Freundes und in demſelben Augen⸗ blick den Todfeind, der ihn durch den ganzen Feldzug gejagt hatte, eine Schwertlänge von ſich, die ungeheure Waffe ſchwingend, mit der er ſich durch ſo viele Hin⸗
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