Teil eines Werkes 
156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Das Volk ſah bald darauf die Ueberbleibſel von dem verzweifelten Kampfe ſich zuſammenziehen, um den Ver⸗ nichtungskampf am Ufer des Fluſſes zu erneuern, wo der Boden am wenigſten von Blut ſchlüpfrig und mit Leichnamen bedeckt war.

»Um Gottes willen, um des Mitleids willen, für das wir täglich beten, ſagte der gutherzige König zum Herzog von Albany,laßk die Sache enden! Warum ſollen denn dieſe elende Ueberbleibſel der Menſchheit ihre Metzelei fortſetzen? Gewiß ſind ſie jetzt ruhig, und nehmen den Frieden auf gemäßigte Bedingungen an. Beruhigt Euch, mein Fürſt, erwiederte der Bru⸗ der.Dieſe Männer ſind die Peſt des Niederlandes. Beide Häuptlinge leben noch wenn ſie unbeſchädigt hingehen, iſt das ganze Tagwerk weggeworfen. Erin⸗ nert Euch Eures Verſprechens im Staatsrath, keinen Einhalt zu gebieten.

Ihr kreibt mich zu einem großen Verbrechen, Al⸗ bany, als König, der ſeine Unterthanen beſchützen, und als Chriſt, der ſeine Glaubensbrüder achten ſollte.

Ihr habt Unrecht, Mylord, wandte der Herzog ein,dieß ſind keine liebenden Unterthanen, ſondern ungehorſame Rebellen, wie Mylord von Crawford Zeug⸗ niß geben kann, und noch weniger ſind ſie Chriſten, denn der Prior der Dominikaner wird an meiner Stelle bezeugen, daß ſie mehr als halbe Heiden ſind.«

Der König ſeufzte tief.Ihr müßt Eurem Wunſche genügen, und ſeyd zu klug, als daß ich mit Euch ſtrei⸗ ten möchte. Ich kann mich nur abwenden, und meine Augen vor dem Anblick eines Blutbads ſchließen, das mich krank macht. Aber ich weiß, daß Gott mich ſtra⸗ fen wird, daß ich dieſer Vergendung von Menſchenleben nur zuſehe.« 3

»Trompeter, blast,« vief Albauy,ihre Wunden wer⸗ den ſtarr, wenn ſie länger zögern.«

Während dieß vorging, umarmte und ermunterte

Torquil ſeinen jungen Häuptling.