98 und ſtellte ſich dem Haͤuptling des Clans Quhele gegenuͤber. 38 Da zeigte Eachin zum erſtenmal einige Unſicherheit. Er hatte Heinrich lange als den beſten Kaͤmpfer be⸗ trachtet, den Perth und ſeine Umgegend in die Schran⸗ ken ſchicken koͤnnte. Sein Haß gegen den Nebenbuhler war mit der Erinnerung verbunden, wie leicht dieſer einmal, obgleich unbewaffner, ſeinen ploͤtzlichen, ver⸗ Zweifelten Angriff vereitelt hatte, und als er ihn die Augen auf ſich heften, und das blutige Schwert in der Hand, offenbar auf einen Zweikampf mit ihm ſinnen ſah, da fiel ſein Muth und ein Zittern ergriff ihn, das ſeinem Pflegevater nicht entging. 4 Es war ein Gluͤck fuͤr Eachin, daß Torquil durch ſein eigenes Temperament und durch den Character ſeiner Umgebungen unfaͤhig gemacht war, den Gedan⸗ ken zu faſſen, daß es einem ſeines Namens, oder wohl gar ſeinem Haͤuptling und Pflegeſohn an Muth fehle. Haͤtte er dieß gewußt, ſein Schmerz und ſeine Wuth haͤtten ihn zu dem Aeußerſten getrieben, Ea⸗ chin das Leben zu nehmen, um ihn vor Befleckung ſeiner Ehre zu wahren. Aber ſein Geiſt verſchmaͤhte den Gedanken, ſein Dault(Pflegeſohn) koͤnnte eine Memme ſeyn, weil es ihm unnatuͤrlich und entſetzlich ſchien. Daß er unter dem Einfluß eines Zaubers ſiehe, war eine Loͤſung des Raͤthſels, die der Aberglaube eingab, und fragte angſtlich fluͤſternd den Juͤngling: „Verdunkelt der Zauber deinen Geiſt, Eachin?e⸗ „Ja, ich Ungluͤcklicher,“ antwortete der arme Juͤng⸗ ling,„und dort ſteht der elende Zauberer.”⸗ „Was!“« rief Torquil aus,„und Du traͤgſt einen Harniſch von ſeiner Arbeit?— Norman, ungluͤckli⸗ cher Knabe, warum brachteſt Du dieſen verfluchten Panzer?., „Wenn mein Pfeil fehlgeſchoſſen iſt, kann ich nichts thun, als mein Leben ihm nachſchicken,“ autworiete
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