Teil eines Werkes 
156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Heinrich Smith war durch ſeine niederlaͤndiſche Kleidung und dadurch leicht zu unterſcheiden, daß er an der Stelle blieb, wo man zuerſt gekaͤmpft hatte und wo er, auf ſein Schwert geſtuͤtzt, neben einem Leichnam ſtand, deſſen mit einer Muͤtze bedeckter Kopf durch die Gewalt des Hiebes, der ihn abgeſchlagen, zehn Yards weit von dem Rumpf geſchleudert war, und das Eichenlaub, die eigenthuͤmliche Auszeichnung der Leibwache Cachin's, trug. Seit er dieſen Mann erſchlug, hatte Heinrich keinen Hieb mehr gethan, ſondern ſich begnuͤgt, viele abzuwehren, die auf ihn gefuͤhrt wurden, und einige, die auf den Haͤuptling gezielt waren. Mac ölllie Chattanach erſchrack, als, nachdem er ſeinen Leuten das Zeichen zur Schlacht⸗ ordnung gegeden, dieſer maͤchtige Streiter fern von den Reihen blieb, und wenig geneigt ſchien, zu ihnen zu ſtoßen.

Was fehlt Dir, Mann?« rief der Haͤuptling, kann ein ſo ſtarker Leib eine gemeine und feige Seele enthalten? Komm und halte Dich zum Streit.«

Ihr habt mich vorhin einen Miethling genannt, erwiederte Heinrich, auf den enthaupteten Leichnam deutend,wenn ich das bin, ſo hab' ich fuͤr meinen Taglohn genug gethan. 3 4

Wer mir dient, ohne Stunden zu zaͤhlen, ſagte der Häupküng⸗dem danke ich, ohne den Lohn zu

zaͤhlen.«

Nun, ſagte der Waſſenſchmied,ſo fechte ich als Freiwilliger, an dem Poſten, der mir am beſten gefaͤllt.«

Alles das, wie Ihr wollt,« entgegnete Mac Gillie Chattanach, der es fuͤr klug hielt, einem ſo viel ver⸗ ſprechenden Bundesgenoſſen nachzugeben.

» Schon genug,« ſagte Heinrich, ſchulterte ſeine ge⸗

wichtige Waffe, trat ſchnell zu den uͤbrigen Streitern,

Walter Scott's Werke. 1568 Bochen. 7