88 Bereitwilligkeit und ſeinen Wunſch, ohne Rückſicht auf die Ungleichheit der Zahl ſogleich das Gefecht zu be⸗ ginnen.
„Dazu,“«’ ſagte Torquil von der Eiche,„wird der Clan Auhele nimmermehr einwilligen. Ihr koͤnnt mit dem Schwert von uns keine Ehre erholen und ſucht nur eine Ausflucht, um, weun Ihr geſchlagen ſeyd, was, wie Ihr wohl wißt, geſchehen wird, ſagen zu koͤnnen, dieß ſey wegen der kleinen Zahl geſchehen. Aber ich mache einen Vorſchlag:— Ferquhard Day war der Juͤngſte Eurer Schaar, Eachin Mac Jan iſt es bei uns— wir wollen ihn gegen den Mann weg⸗ laſſen, der aus dem Kampf entflohen iſt.«
„Ein hoͤchſt ungerechter und unbilliger Vorſchlag,« rief Toſhach Beg, der Secundant, wie er genannt werden koͤnnte, von Mac Gillie Chattanach aus,„das Leben des Haͤupilings iſt fuͤr den Clan das Athmen unſrer Naſe, und wir ſetzen unſern Chef keiner Ge⸗ kahr aus, die der Haͤuptling des Clans Quhele nicht theilt.⸗«.
Torquil ſah mit tiefer Betruͤbniß ſeinen Plan ſchei⸗ tern, als dieſer Einwurf gegen Hectors Ruͤckzug aus dem Kampfe gemacht ward, und er ſann eben nach, wie er ihn unterſtuͤtzen ſollte, als Eachin ſich ſelbſt einmiſchte. Seine Furchtſamkeit war, was wohl zu merken iſt, nicht von der ſchmutzigen und ſelbſtſuͤchti⸗ gen Art, die diejenigen, welche von ihr angeſteckt ſind, ruhig der Schande ſich unterziehen laͤßt, ehe ſie ſich in Gefahr wagt. Er war im Gegentheil tapfern Geiſtes, aber durch koͤrperliche Anlagen feig, und die Schande, den Kampf zu meiden, war einen Augen⸗ blick maͤchtiger, als die Furcht, ſich zu ſtellen.
„Ich will nichts von einem Plan hoͤren,“ ſagte er, „der mein Schwert waͤhrend dieſes glorreichen Tags in der Scheide laͤßt. Bin ich jung in den Waffen,


