Teil eines Werkes 
156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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„Ich will beinen Lohn,“ ſagte Louiſe,„die That wird ſelbſt lohnen. Aber mich dünkt, zu bleiben, iſt gefähr⸗ licher als zu gehen— laß alſo mich bleibeu und den Prinzen nähren und geh du, um Hülfe zu holen. Töd⸗ ten ſie mich vor deiner Rückkehr, ſo hinterlaſſe ich dir meine gute Leier und bitte dich, ſey barmherzig gegen meinen armen Charlot.“

„Nein, Louiſe, du biſt eine minder auffallende und erfahrene Reiſende als ich— geh— und findeſt du mich bei deiner Rückkehr todt, was leicht ſtatt finden kann, ſo gib meinem armen Vater dieſen Ring und eine Locke von meinem Haar und ſage, Catharine ſey geſtorben, um den Enkel von Bruce zu retten. Dieſe andere Locke gib Heinrich und ſage ihm, Catharine habe ſeiner bis zum letzten Augenblicke gedacht, und wenn ſte wegen des Blutes Anderer zu gewiſſenhaft gegen ihn geweſen ſey, ſo ſey dieß nicht geſchehen, weil ſie ihr eigenes geachtet habe.« 8

Sie ſchluchzten und fielen einander in die Arme; die Stunden bis zum Abend verfloſſen mit Berathungen über eine beſſere Art, den Gefangenen mit Nahrung zu verſehen und mit Verfertigung einer, aus ineinander geſchobenen hohlem Schilf zuſammengeſetzten Röhre, ver⸗ mittelſt der ſie ihm Getränke zuſchaffen wollen. Die Glocke der Dorfkirche zu-⸗Falkland läutete zur Veſper. Die Viehmagd oder Pachtfrau(Dey genannt) kam mit ihren Gefäſſen herein, um die Milch für die Haushal⸗ tung abzugeben, und Neuigkeiten zu erzählen und zu hören. Sie war kaum in die Küche getveten, als die