Teil eines Werkes 
156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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35 Ihr lebet und Euch des Lebens freuet, gefalle es Euch zu ſitzen, und Eure Speiſe zu eſſen.“ „Befreie mich von dieſen Eiſen,“ ſagte der Prinz—

verlöſe mich aus dieſem Kerker— und ſo ſehr du ein Hund biſt, du ſollſt der reichſte Mann in Schottland ſeyn.“

„Gäbet Ihr mir das Gewicht Eurer Ketten in Gold, ſagte Bonthron,„ich wollte lieber das Eiſen an Euch ſehn, als ſelbſt den Schatz beſttzen!— Aber ſeht!— Ihr liebet ſonſt gute Speiſen— ſeht, wie ich für Euch ge⸗ ſorgt habe.“ Der Elende entfaltete ein Stück rohen Fells, mit dem er das Bündel bedeckt hatte, das er unter dem Arm trug, mit teufliſchen Lachen, und zeigte das Licht hin und herbewegend, dem unglücklichen Prinzen einen friſch abgehauenen Stierkopf; was in Schottland als ſicheres Zeichen des Todes galt. Er legte ihn auf den Fuß des Bettes oder vielmehr’ der Streu, worauf der Prinz lag.„Sey mäßig im Eſſen,“ ſagte er,„es wird wahrſcheinlich lange dauern, bis du wieder etwas bekommſt.“

„Sage mir nur etwas, Niedertraͤchtiger,“ fragte der Prinz,„weiß Ramorny um dieſe Behandlung.“

„Warum haͤtte er dich denn hieher gelockt? arme Schnepfe, du biſt gefangen!“ erwiederte der Moͤrder.

Mit dieſen Worten ſchlug er die Thuͤre zu, die Riegel klirrten und der ungluͤckliche Prinz war der Einſamkeit, Finſterniß und Verzweiflung uͤberlaſſen. „O, mein Vater! mein prophetiſcher Vater!— Der

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