1 34 das thätige Werkzeug der unmenſchlichen Grauſamkeit Ramorny's gegen ſeinen verführten und verrathenen Herrn. 3 Dieſer Elende beſuchte den Kerker, als eben der tiefe Schlaf des Prinzen wich, und er zur Empfindung er⸗ wachend, ſich todteskalt, unfähig zur Bewegung und mit Feſſeln belaſtet fand, die ihm kaum geſtatteten, ſich von dem feuchten Stroh zu erheben, auf dem er lag. Sein erſter Gedanke war, er ſey in einem furcht⸗ baren Traum— ſein nächſter ließ ihn die Wahrheit dunkel ahnen. Er rief, lärmte, ſchrie endlich wie ra⸗ ſend— aber keine Hülfe kam, und blos das gewölbte Kerkerdach antwortete. Das Werkzeug der Hölle hörte dieſes Schreien der Verzweiflung, und berechnete es kalt gegen die Borwürfe und den Hohn, mit dem Rothſay ſeine ahnungsvolle Abneigung gegen ihn ausgedrückt hatte. Als der unglückliche Jüngling erſchöpft und hoffnungslos ſchwieg, beſchloß der Grauſame, ſich ſeinem Gefangenen zu zeigen. Die Schlöſſer raſſelten, und der Riegel fielz der Prinz ſtand auf, ſo weit es ſeine Ketten erlaubten — ein rother Lichtſtrahl, gegen den er die Augen ſchloß, ſtrömte durchs Gewölbe, und als er ſie wieder öffnete, ſah er die ſcheußliche Geſtalt eines Mannes, den er für todt halten mußte. Er ſank ſchaudernd zurück.„Ich bin verurtheilt und verdammt 1« rief er aus,„und der abſcheulichſte Teufel der Hölle wird geſandt, mich zu quälen?“ 3 „»Ich lebe, Mylord,“ ſagte Bonthron,„und daß auch
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156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
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