15 Kleider zu tragen, Sir John— dieſem geſchmolzenen Schnee, den ich mir bis ins Mark dringen fuͤhle, ſetzte ich mich durch Eure Schuld aus. Warum woll⸗ tet Ihr das Boot abſtoßen laſſen, ehe meine Leute und meine Geraͤthe ankamen?«
Ramorny verſuchte keine Entſchuldigung, denn er wußte, daß der Prinz in der Laune war, in der es angenehmer war, ſeine Beſchwerden zu behalten, als ſich mit irgend einer vernuͤnftigen Entſchuldigung den Mund ſtopfen zu laſſen. In truͤbem Schweigen oder unter unverhaltenem Aerger kamen ſie bei dem Fiſcher⸗ dorf Newburgh an. Die Geſellſchaft landete, und fand Roſſe bereit, die Ramorny laͤngſt fuͤr die Gelegen⸗ heit geruͤſtet hatte.
Der Prinz ſpottete bitter uͤber ihre Geſtalt, und druͤckte dieſen Spott bald in offenen Worten, bald in Seitenhieben gegen Ramorny aus. Endlich ſtiegen ſie zu Pferde und ritten durch die finſtere Nacht und den fallenden Regen, indeß der Prinz immer mit raſt⸗ loſer Eile voranjagte. Die Saͤngerin, die auf ſeinen ausdruͤcklichen Befehl gleichfalls ein Pferd bekommen hatte, begleitete ſie und hielt, gluͤcklicherweiſe an ſtren⸗ ges Wetter und Strapatzen zu Fuß und zu Roß ge⸗ wohnt, die Anſtrengungen des naͤchtlichen Rittes ſo feſt als die Maͤnner aus. Ramorny war gendoͤthigt, ſich neben dem Prinzen zu halten, da er nicht wenig in Angſt war, dieſer moͤchte in ſeiner muͤrriſchen Laune ganz von ihnen wegreiten, in das Schloß irgend eines ergebenen Barons fliehen, und ſo der Schlinge ent⸗


