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14 „»Ja, aber es muß melancholiſch feyn; alles Luſtige wuͤrde jetzt in meinem Ohr widerlich klingen.«⸗
Das Maͤdchen begann eine traurige Weiſe in nor⸗ maniſchem Franzoͤſiſch; die Worte, von denen das Folgende eine freie Ueberſetzung iſt, waren mit einem Ton begleitet, ſo melancholiſch, als ſie ſelbſt:
Ja, ſeufze du,
Noch einmal wende dein Geſicht
Auf Strom und Land und Himmelslicht, Denn deines Lebens Faden bricht,
Dir naht die Ruh.—
So ruhe muͤd, 4
Indeß dein Puls noch klopfend ringt, Der Moͤnch die Meſſe murmelnd ſingt, Im Todtenton die Glocke klingt,
Dein Leben flieht.
Kurz iſt die Noth,
Ein Bangen iſt's, das bebend ſteigt,. Ein Fieber, das dich kalt durchfleugt, 8 Und jedes Erdenuͤbel ſchweigt,
Denn du biſt todt.
Der Prinz ſagte nichts uͤber die Muſik, und das Maͤdchen begann auf Ramorny's Befehl von Zeit zu Zeit wieder zu ſingen, bis der Abend in Regen unter⸗ ging, der Anfangs mild und ſanft, bald aber in gro⸗ ßen Stroͤmen unter einem kalten Winde niedergoß. Der Prinz hatte weder Mantel noch Decken, ſchlug es duͤſter aus, als ihm Ramorny einen ſolchen anbot. „Es ſchickt ſich nicht fuͤr Rothſay, Eure abgelegten


