Teil eines Werkes 
156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Der Herzog von Rothſay, tief in Gedanken ver⸗ ſunken, nahm dieſe Meldung ſo kalt auf, daß ſich Ra⸗ morny Vorſtellungen erlaubte.Dieß, Mylord,«« ſagte er,heißt das verzogene Gluͤckskind ſpielen. Ihr wunſcht Freiheit ſie iſt da. Ihr verlangt nach Schoͤnheit ſie erwartet Euch mit gerade ſo viel Verzug, um den Genuß noch koͤſtlicher zu machen. Selbſt Eure geringſten Wuͤnſche ſcheinen ein Geſetz fuür den Zufall; denn Ihr wollt Muſik hoͤren, waͤhrend ſie am fernſten ſcheint, und Laute und Geſang ſind zur Hand. Alles dieß, ſo gegeben, ſollte genoſſen werden, ſonſt ſind wir wie die Kinder, die das Spiel⸗ zeug zerbrechen und von ſich werfen, um das ſie ſich ſatt geweint haben.

Um Vergnuͤgen zu genießen, Ramerny, ſagte der Prinz,muß man Schmerz empfunden haben, wie man faſtet, um Appetit zu bekommen. Wir, die wir Alles um den Preis eines Wunſches haben koͤnnen, freuen uns wenig, wenn wir es beſitzen. Siehſt du die dicke Wolke dort, die in Regen berſten will? Sie ſcheint mich zu erſticken das Waſſer iſt truͤb und dunkel das ufer hat ſeine ſchoͤne Geſtalt verloren.

Mylord, verzeiht Eurem Diener, ſagte Ramorny, Ihr haͤngt einer maͤchtigen Einbildungskraft nach, wie ein ungeſchickter Reiter ein feuriges Roß ſich baumen laͤßt, bis es auf ſeinen Herrn zuruͤckfaͤllt und ihn erdruͤckt. Ich bitte Euch, rafft Euch aus dieſem Schlafe auf. Soll das Maͤdchen etwas ſingen?«