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lament uͤbertragen iſt, nebſt vielem Andern, was den Gemeinen gefaͤllt? Nun haben ſich viele Edle bei dem Koͤnig von Perth, und unter ihnen Sir Patrick Char⸗ teris, Euer wuͤrdiger Oberrichter fuͤr die Vorſchlaͤge des Douglas erklaͤrt. Der Herzog von Albany hat ſeine Einſtimmung dazu gegeben, ob aus gutem Wil⸗ len oder aus Staatsklugheit, weiß ich nicht. Der gute Koͤnig iſt leicht zu milden und guͤtigen Maßregeln zu uͤberreden. So ſind die Zeichen der Unterdruͤcker in ihren Hoͤhlen in Stuͤcke gebrochen, und die Beute ihren raͤuberiſchen Klauen entriſſen. Wollt Ihr mit mir ins Niederland, oder bleibt Ihr noch eine Zeit⸗ lang hier?«
Niel Booſhalloch erſparte feinem Freund die Ver⸗ legenheit zu antworten.
„Er habe vom Haͤuptling den Befehl erhalten,« fagte er,„Simon Glover zu ſagen, daß er bleiben ſoll, bis die Kaͤmpfer zum Treffen hinabgehen wuͤr⸗ den.« In dieſer Antwort ſah der Buͤrger etwas, das mit ſeiner vollkommenen Freiheit, zu gehen, nicht ganz beſtehen konnte; aber er kuͤmmerte ſich wenig darum, da es eine gute Entſchuldigung darbot, mit dem Moͤnch nicht zu reiſen.
„Ein vortrefflicher Mann,« ſagte er zu ſeinem Freund, Niel Booſhalloch, als Vater Clemens Abſchied genommen hatte,„ein großer Gelehrter und großer Heiliger. Es iſt faſt Schade, wenn er nicht in Gefahr iſt, verbrannt zu werden; denn ſeine Rede am Pfahl wuͤrde Tauſende bekehren. O, Niel Booſhalloch! der Scheiterhaufen des Vater Clemens waͤre ein ſuͤß rie⸗ chendes Opfer und ein Leuchtthurm fuͤr alle fromme Chriſten. Aber was wuͤrde das Verbrennen eines unwiſſenden gemeinen Buͤrgers wie ich nuͤtzen? Man gibt nicht altes Handſchuhleder fuͤr Weihrauch, noch unterhaͤlt man die Leuchtthuͤrme mit ungegerbten Haͤu⸗ ten. Wahrlich, ich habe zu wenig Gelehrſamkeit und


