118 ruhigt uͤber ihren Abzug, und fing an, in entgegen⸗ geſetzter Richtung, ſo ſchnell als ſein Alter es erlaubte, davon zu gehen. Sein erſter Gedanke war die Treue des Pflegevaters.
„Das wilde Herz der Bergbewohner iſt treu und wahr. Dieſer Mann gleicht mehr den Rieſen in den Romanzen, als ein Mann von Erde uns ſelbſt; und doch ſollten Chriſtenmenſchen ein Beiſpiel an ſeiner Reſchaffenheit nehmen. Es iſt zwar ein einfaͤltiger Kniff, einen Mann aus der Klaue der Feinde zu ziehen, als waͤren nicht zwanzig von den wilden Ka⸗ tzen hereit, ſeinen Platz zu erſetzen.«
So dachte der Handſchuhmacher, vergeſſend, daß die ſtrengſten Befehle gegen die Annaͤherung irgend eines von den beiden ſtreitenden Clans, ihren Freunden, Verbuͤndeten und Verwandten, auf fuͤnf Meilen von Perth, eine Woche vor und nach dem Kampf gegeben waren, und daß uͤber dieſer Verordnung durch Be⸗ waffnete gewacht wurde.
Als unſer Freund Simon bei der Wohnung des Hirten ankam, traf er andere Neuigkeiten an, die auf ihn warteten. Sie wurden von Vater Clemens gebracht, der im Pilgerkleid oder Prieſtergewand kam, und nach Suͤden zuruͤckkehren und von dem Gefährten ſeiner Verbannung Abſchied nehmen, oder ihn als Begleiter annehmen wollte.
„Was hat denn Euch,« ſagte der Buͤrger,„ſo ploͤtzlich verfuͤhrt, in die Gefahr zuruͤckzueilen 24⸗
„»„Habt Ihr nicht gehoͤrt,« ſagte Vater Clemens, „daß March und ſeine engliſchen Verbuͤndeten ſich vor dem Grafen pon Douglas nach England zuruͤck⸗ zoagen, und der gute Graf ſich bemuͤht, das ulngluͤck des Staats abzuwenden, und an den Hof Briefe ge⸗ ſchrieben hat, welche die Aufhebung des hohen Ketzer⸗ gerichts als eine Stoͤrung der Gewiſſen verlangen— daß die Ernennung Roberts von Wartlaw dem Par⸗


