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Gefaͤß gebracht wuͤrde, ſich nicht vermiſchen; doch hat er die Augen auf meine einzige Tochter Eva— dieß ſchoͤnſte unſerer Maͤdchen, geworfen. Denke, mit welchen Gefuͤhlen ich das hoͤrte. Es war, als wenn ein Wolf aus den Waͤldern von Ferraga geſagt haͤtte: „„ gib mir deine Tochter zum Weibe, Torquil. Meine Tochter denkt nicht ſo, ſie liebt Ferquhard, und weint aus Furcht vor dem nahen Kampfe ihre Farbe und Geſundheit weg. Laß ſie ihm ein guͤnſti⸗ ges Zeichen geben, und ich weiß, er wird Haus und Hof vergeſſen, das Feld verlaſſen und mit ihr in die Einoͤde fliehen. es⸗
„Wenn er, der Juͤngſte unter den Kaͤmpfern des Clan Chattan weg iſt, ſo kann ich, der Juͤngſte des Clan Quhele aus dem Kampf entſchuldigt werden,“« ſagte Eachin, uͤber das unedle Rettungsmittel, das ihm offen ſtand, erroͤthend.
„Sieh nun, mein Haͤuptling,« ſagte Torquil⸗„ und urtheile, wie ich gegen dich geſinnt bin— andere moͤgen dir Leben und Soͤhne opfern— ich opfere dir die Ehre meines Hauſes.“
„Mein Freund, mein Vater, wiederholte der Haͤuptling, Torquil an die Bruſt ſchließend, wie nie⸗ dertraͤchtig bin ich, daß ich Feigheit genug habe, Euer Opfer anzunehmen!es
„Sprich nicht davon— gruͤne Waͤlder haben Ohren. Laß uns aufs Feld zuruͤck, und unſere Jungens auf die Jagd ſchicken.— Zuruͤck, Hunde, und folgt auf den Ferſen.«⸗
Der Spuͤrhund hatte, gluͤcklich fuͤr Simon, ſeine Naſe in das Blut des Rehs getaucht, ſonſt wuͤrde er
die Spur des Handſchuhmachers im Dickicht gefunden
haben; da aber ſein ſchaͤrferer Geruch verloren war, folate er ruhig den uͤbrigen Jaghunden.
Als die Jaͤger nicht mehr geſehen und Fehirt wer⸗ den konnte, ſtand der Handſchuhmacher auf, ſehr he⸗


