120 zu viel Furcht, um fuͤr die Sache eingenommen zu⸗ ſeyn; und ich wuͤrde nach unſerem heimathlichen Aus⸗ druck beides, den Schaden und den Spott haben.“ „»Nicht anders,« antwortete der Hirte.
Neunundzwanzigſtes Kapitel.
Wir müſſen nun zu den Perſonen unſres Drama's zurückkehren, die wir im Park ließen, um den Hand⸗ ſchuhmacher und ſeine ſchöne Tochter nach Kinfauns und von dieſer gaſtfreundlichen Wohnung wenigſtens Simon an den Loch Tay zu begleiten; unter dieſen aber fordert der Prinz, als die höchſte Perſon, unſre nächſte Aufmerkſamkeit. Dieſer raſche unbeſonnene Jüngling ertrug mit einiger Ungeduld ſeine Verban⸗ nung in des Connetablis Haus, deſſen, in jeder Hin⸗ ſicht angenehme Geſellſchaft ihm, aus keinem andern Grunde genügend war, als weil er einigermaßen ſeinen Vormund ſpielte. Erzürnt gegen ſeinen Oheim und mißvergnügt mit ſeinem Vater, ſehnte er ſich natürlich nach der Geſellſchaft Sir Joöhn Ramorny's, von dem er ſo lange gewohnt war, ſich zu ergötzen, und, ſo be⸗ leidigend ihm auch dieſer Vorwurf geſchienen hätte, leiten und beherrſchen zu laſſen. Er ſchickte ihm daher
eine Einladung, ihn zu beſuchen, wenn ſeine Geſund⸗
heit es erlaubte; und bedeutete ihm, zu Waſſer nach einem kleinen Pavillon in des Großconnetablis Garten ſich zu begeben, der, wie Sir John's eigner, an den Tay ſtieß. Bei der Erneuerung einer ſo gefährlichen Verbindung bedachte Rothſay nur. daß ar Ste erers
4 e. 2 7.„ n Sir Zvynv freigebiger Freund geweſen, während hingegen Namorny, als ex die Einladung erhielt, ſich nur der launiſchen Beleidigungen ſeines vormaligen Gebieters, des Ver⸗ luſts ſeiner Hand, der Leichtigkeit, mit der der Prinz dieſen betrachtete, und der Bereitwilligkeit erinnerte,


