Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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11⁵ was zwiſchen dem ungluͤcklichen Haͤuptling und ſeinem Vertrauten vorgehe, durch den Geiſt der Neugierde getrieben, den wir in den wichtigſten wie in den ge⸗ meinſten Lebensfaͤllen, und der bisweilen mit großer peyſoͤnlicher Furcht in Geſellſchaft gefunden wird.

Waͤhrend Torquil Eachin's Mittheilungen zuhoͤrte, fank der junge Mann in ſeine Arme, ſuͤtzte ſich auf ſeine Schulter, und ſchloß ſein Bekenntniß durch et⸗ was, das er ihm ins Ohr fluͤſterte. Torquil ſchien mit ſo viel Staunen zu hoͤren, daß er unfaͤhig war, ſeinen Ohren zu glauben. Als wollte er ſich uͤber⸗ zeugen, daß es Eachin ſey, der ſpreche, hob ſich all⸗ maͤhlig der Jungling von ſeiner angelehnten Stellung auf, hielt ihn an der Schulter ein wenig von ſich, indem er ein Auge auf ihn heftete, das durch die Wunder, die er vernahm, zugleich erweitert und in Stein verwandelt zu ſeyn ſchien. So wild wurde des Alten Geſicht, nachdem er die gemurmelte Mittheilung gehoͤrt hatte, daß Simon fuͤrchtete, zer werde den Juͤngling als einen entehrten von ſich werfen, in welchem Fall er aus dem Gebuͤſch, in dem er verbor⸗ gen lag, ſich erhob und ſeine Entdeckung gleich pein⸗ lich und gefaͤhrlich gemacht haͤtte. Aber die Leiden⸗ ſchaft Torquil's, der ſeinen Pflegeſohn mit der dop⸗ pelten leidenſchaftlichen Zaͤrtlichkeit liebte, die dieſer Verbindung immer im Hochland anhaͤngt, nahm eine andere Wendung..

Ich glaube es nicht! rief er aus,es iſt falſch von deines Vaters Kind; falſch von deiner Mutter Sohn! falſch von meinem Pflegeſohn! Ich ver⸗ pfaͤnde mich dem Himmel und der Hoͤlle, und will gegen Jedermann den Kampf behaupten, der es wahr nennen wird. Du biſt von einem boͤſen Auge bezau⸗ bert, mein Liebling, und die Schwaͤche, die du Feig⸗ heit nennſt, iſt das Weak der Banharat; Ich erinnere