Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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114 Kaum war dieß geſchehen, ſo ſprang Eachin, roth vor Anſtrengung aus dem Dickicht in die Lichtung, von ſeinem Pflegevater Torquil von der Eiche begleitet. Letzterer warf mit gleicher Anſtrengung das kaͤmpfende Thier auf den Ruͤcken, hielt ſeine Vorderfuͤße in der rechten Hand, kniete ihm auf den Leib, und bot dem jungen Haͤuptling ſein Meſſer mit der linken, um dem Thier die Kehle abzuſchneiden.

Es kann nicht ſeyn, Torquil; nimm das Thier ſelbſt. Ich darf nicht das Ebenbild meiner Pflege⸗ mutter toͤdten."«

Er ſprach dieß mit einem melancholiſchen Laͤcheln, indeß eine Thraͤne zu gleicher Zeit ihm in den Augen ſtand. Torquil ſah ſeinen jungen Haͤuptling einen Augenblick an, dann zog er ſein Weidmeſſer durch die Kehle des Thiers mit einem ſchnellen und ſteten Schnitt, daß die Waffe bis an das Ruͤckenbein reichte. Dann ſtand er auf, heftete wieder einen durchdringen⸗ den Blick auf ſeinen Haͤuptling und ſagte:wie ich hier dieſem Reh gethan habe, wuͤrde ich jedem leben⸗ den Manne thun, deſſen Ohren meinen Dault(Pflege⸗ ſohn) ein weißes Reh nennen, und das Wort mit Hector's Namen paaren gehoͤrt haͤtte!

Wenn Simon vorher keinen Grund hatte, ſich ver⸗ borgen zu halten, ſo gab ihm Torquil's Rede einen dringenden.

Es kann nicht verborgen bleiben, Vater Torquil, fagte Eachin,es will heraus an den lichten Tag.

Was will heraus? was will an den lichten Tag 2⸗ fragte Torquil erſtaunt.

Es iſt das unſelige Geheimniß, dachte Simon, und wenn jetzt dieſer große Geheimrath nicht ſchweigen kann, ſo werde ich dafuͤr verantwortlich gemacht wer⸗ den, wenn Eachin's Schande herumkommt.

Indem er dieſe aͤngſtliche Gedanken hegte, erhob er ſich von ſeiner Lage, um ſo gut als moͤglich zu ſehen,

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