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rung Eurer ſtrengen Zucht— komme es, wie Ihr glaubt, aus einer erhitzten Phantaſie, welche die Gefahr noch gefährlicher und ſchrecklicher ausmahlt, als ſie wirklich iſt, ich kann es nicht ſagen. Aber ich kenne mein Ge⸗ fühl, und ja— ich muß es ſagen,— ſo ſehr fürchte ich, es nicht zu überwinden, daß ich ſelbſt ſtille ſtehen, mei⸗ nen Rang niederlegen und mich einem niedern Le⸗ ben zurückziehen würde, wenn ich unter ſolchen Bedin⸗ gungen Eure Zuſtimmung zu meinem Wunſche erhalten könnte.“
„»Was, am Ende Handſchuhmacher werden, Cona⸗ char?s ſagte Simon;„dieß uͤbertrifft die Legende vom heiligen Criſpin. Nein, nein, Eure Hand war nie dazu gemacht; Ihr ſollt mir keine Rehfelle mehr verderben.“
„Spaßt nicht,“ ſagte Eachin,„ich bin ernſthaft. Wenn ich nicht arbeiten kann, ſo will ich Reichthum genug mir verſchaffen, um ohne dieſes zu leben. Sie werden mich mit Horn und Kriegspfeiſe als einen Abtruͤnnigen ausrufen.— Laßt das— Catha⸗ rine wird mich um ſo mehr lieben, weil ich den Pfad des Friedens dem des Blutvergießens vorzog, und Vater Clemens wird uns lehren, die Welt zu be⸗ dauern und ihr zu verzeihen, wenn ſie uns mit Vor⸗ wuͤrfen uͤberhaͤuft, die nicht verwunden. Ich werde der gluͤcklichſte Mann ſeyn— Catharine wird Alles haben, was unbeſchraͤnkte Liebe ihr geben kann, und wird von der Furcht frei ſeyn, Schreckensſcenen zu
ſehen und zu hoͤren, die ihre ungluͤckliche Heirath ihr
bereitet haben wuͤrde, und Ihr, Vater Glover, wer⸗ det Eure Kaminecke einnehmen, der gluͤcklichſte, ge⸗ ehrteſte Mann, der je—«
„Halt' inne, Eachin,— ich bitte dich, halt' inne,« fiel der Handſchuhmacher ein,„das Tannenlicht, mit welchem dieſes Geſpraͤch geendet ſeyn muß, brennt ſehr ſchwach, und ich habe auch noch ein ehrliches


