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ſeyn— der Sohn eines vornehmen Vaters— von Ge⸗ burt der Füyrer eines tapferen Volkes— und doch die Eigenſchaft nicht haben, oder nicht zu haben glauben (denn immer noch glaube ich, der Fehler liegt mehr in einer lebhaften Einbildungskraft, die die Gefahr über⸗ ſchätzt), welche jeder Streithahn beſitzt, der eine Hand voll Korn werth iſt, kever Hund, der einen Knochen werth iſt. Aber wie kommt es, daß Ihr mit einem ſolchen Bewußtſeyn der Schwäche im Kampfe eben jetzt Eure Herrſchaft mit meiner Tochter zu theilen Euch erbietet? Eure Macht hängt davon ab, wenn Ihr dieſe Nacht fechtet, und hierin kann Catharine Euch nicht helfen.“
„Ihr irrt Euch, alter Mann,“« entgegnete Eachin; „würde Catharine die ernſte Liebe, die ich gegen ſie Pas freundlich aufnehmen, ſo würde es mich mit dem Fener eines Schlachtroſſes gegen die Stirne der Feinde treiben. So überwältigend auch mein Gefühl der Schwachheit iſt, der Gedanke, daß Catharine mich ſehe, würde mir Kraft geben. Sagt doch— o, ſagt doch— daß ſie die meinige wird, wenn wir den Kampf gewin⸗ nen, und ſelbſt Gow Chrom, deſſen Herz mit ſeinem Ambos von einem Stücke iſt, ging nie ſo ſchnell in die Schlacht, als ich es thun werde. Eine heftige Leiden⸗ ſchaft wird durch eine andere beſiegt.“ 3
„Das iſt Thorheit, Couichar. Vermag die Erinne⸗ rung an Euer Intereſſe, Eure Ehre, Euren Stamm nicht ſo viel, Euren Muth zu erregen, als die Gedan⸗ ken an ein ſchwarzängiges Mädchen? Pfui, Mann*
»„Ihr ſagt mir nur, was ich mir ſelbſt ſagte— aber es iſt vergebens,“ verſetzte Eachin ſeufzend.„Nur ſo lange der ſchüchterne Rehbock mit dem Reh gepaart iſt, iſt er verzweifelt und gefährlich. Sey es köyper⸗ lich— komme es, wie unſere hochländiſchen Cailiachs ſagen werden, von der Milch des weißen Rehs— komme es von meiners friedlichen Erziehung, und der Erfah⸗


